- Otto
ist eine kleine Stadtmaus. Gerade es er wach geworden. Heute steht
er besonders gerne auf. Immerhin hat er seinem Freund Waldemar
versprochen, daß er ihm an diesem Tag die Stadt zeigen wird.
Waldemar ist eine Landmaus. Sie wohnt in einem Mauseloch auf dem
Bauernhof.
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- Obwohl
sich Otto auf den Stadtbummel freut, fürchtet er sich ein wenig,
tagsüber in die Stadt zu gehen. „Wenn uns die Katzen sehen,
gibt’s Ärger,“ murmelt er noch ziemlich verschlafen vor sich
hin. Jetzt muß sich Otto aber beeilen, Waldemar wartet bestimmt
schon an der Bushaltestelle.
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- Falsch
gedacht Otto! Schau mal, Waldemar liegt noch im Bett. Er durfte
heute zum ersten Mal ins Bauernhaus. Ein kuscheliges Bett bekam er
von dem Bauern und deswegen möchte er gar nicht aufstehen.
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- Ganz
langsam wird er wach und reibt sich den Schlaf aus den Augen.
„Oje, ich glaube, ich bin zu spät dran. Jetzt aber schnell
anziehen, Otto wartet bestimmt schon,“ flüstert Waldemar ganz
leise, damit der Bauer ihn nicht hört.
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- Damit
Waldemar schneller an der Bushaltestelle ist, zieht er seine
Rollschuhe an und los geht’s. „Oh Schreck, da steht ja eine
Katze in der Warteschlange. Wo steckt Otto denn?“ Hilflos schaut
sich Waldemar um, die Katze verliert er dabei nicht aus den Augen.
Es ist aber kein Otto in Sicht. Waldemar sucht und sucht. Plötzlich
sieht er etwas großes Rotes. „Was ist das denn? Das darf doch
nicht wahr sein,“ rief Waldemar, „ist das etwa? Nein, das kann
doch nicht, ist es wirklich Otto?“ Waldemar krümmt sich vor
Lachen.
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- Otto
dreht sich verschämt um und sieht seinen besten Freund. „Wie
siehst Du denn aus?“ fragt Waldemar. „Du hast gut reden,“
beklagt sich Otto, „ich warte hier die ganze Zeit auf Dich, wo
bleibst Du denn? Hast Du die Katze nicht gesehen?“ „Natürlichhabe ich die Katze gesehen. Schau nur, die ist
so damit beschäftigt, daß sie gleich einen Sitzplatz im Bus
bekommt, die sieht uns gar nicht. Jetzt nimm erst einmal diesen
komischen Hut ab. Du siehst ja fürchterlich aus,“ schimpft
Waldemar. Otto nimmt den Hut ab und steckt ihn in den Koffer.
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- Plötzlich
hören sie einen lauten Knall. Da ..., hinten an der Ecke, ... ein
Unfall. Neugierig, wie kleine Mäuse nun einmal sind, laufen die
beiden schnell zur Unfallstelle. Der Taxifahrer schimpft laut:
„Schweine können doch gar nicht Auto fahren. Kein Wunder, daß es
jetzt gekracht hat.“
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- Das
ist aber eine komische Stadt, in der Schweine Auto fahren,“ denkt
Waldemar und dreht sich um. „Schnell Otto, der Bus, und wir stehen
hier an der Ecke. Los jetzt, sonst fährt er ohne uns ab,“ schreit
Waldemar über die ganze Straße und saust auch schon los.
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- „Ich
glaube, aus unserer Stadtrundfahrt wird nichts. Schau mal, wie sich
alle in den Bus drängeln, der kippt ja gleich um. Wohlmöglich müssen
wir noch neben einer Katze sitzen,“ sagt Waldemar besorgt. Eine
solche Unruhe ist die Landmaus schließlich nicht gewöhnt. „Okay
Waldemar, neben einer Katze möchte ich auch nicht sitzen,“ stimmt
Otto zu, „aber was könnten wir denn sonst heute machen? Hast Du
eine Idee?“
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- „Am
besten ist es, wenn wir eine Fahrradtour auf’s Land machen,“
schlägt Waldemar vor. Nach der ganzen Unruhe in der Stadt ist Otto
sofort einverstanden. „Das ist eine sehr gute Idee. Komm, wir
besorgen uns im Kindergarten Fahrräder und erholen uns erst einmal.
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- Einige
Straßen weiter ist der Kindergarten. Dort holen sie ihre Fahrräder
und radeln damit aus der Stadt hinaus. Hier gibt es viel mehr zu
sehen. Wer hatte überhaupt die Idee, eine Stadtrundfahrt zumachen?
Hier, auf dem Land, gibt es einen Bauernhof, eine Eisenbahn, einen
See, es gibt Mäuse, Kühe, Schweine, Hunde und ... na, ja, Katzen
gibt es auch.
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